Texte unserer Autoren in der Krise

Michael Opitz

"Warten ... "

In den letzten Jahren ist es Tradition geworden, dass die mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichneten Lyriker, wenn die Feierlichkeiten vorüber sind, einen Abstecher nach Wilhelmshorst machen, um im dortigen Peter-Huchel-Haus ihre Gedichte zu lesen. Als Ankündigung ist eine solche Veranstaltung ...

Zum Text

Aris Fioretos

"Schwindel"

1. Am letzten Tag ihres Lebens erwachte Hilma Frost um kurz vor sechs. Es war ein Montag Ende August 1883. Ohne es zu ahnen, hatte sie noch achtzehn Stunden zu leben ...

Zum Text

© Joachim Gern

Thomas Hettche

"Herzfaden" - Roman der Augsburger Puppenkiste

Das Mädchen riss sich von der Hand seines Vaters los und lief weg. Auf keinen Fall sollte er es weinen sehen, verstand es doch selbst nicht, weshalb es plötzlich so furchtbar traurig war, dass ihm die Tränen in die Augen schossen ...

Zum Text

Ingo Schulze

"Die rechtschaffenen Mörder "

„Alles bestens“, sagte Viola, nachdem Norbert Paulini ihr die Lage erklärt hatte. „Habe ich mir fast gedacht.“
„Wir brauchen keine Angst zu haben“, sagte er. „Die Bücher sind unser Vermögen.“ ...

Zum Text

© Felix Wilhelm

Nancy Hünger

"Im glücklichen Garten waren wir zuhaus"

Ich solle mir ein Gedicht aussuchen, eines von Peter Huchel, eines, das mich bewegt, mit ihm
in Fühlung bringt. Ich solle darüber sprechen, hieß es; und schon sah ich mich mit allerlei
Nöten konfrontiert ...

Zum Text

© Felix Wilhelm

Henning Ziebritzki

"Sandstreifen, Menschenfleisch. Kindheitserinnerungen"

In einer meiner frühesten Erinnerungen sehe ich das Kind, das ich war, an einem Straßenrand spielen. Es ist die Straße vor unserem Haus, die unbefestigt war: in der Mitte die Fahrbahn, leicht gewölbt und voller Schlaglöcher, für die Fuhrwerke und die wenigen Autos, zu beiden Seiten ein Streifen sandige Erde, ...

Zum Text